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Mâra Zâlîte
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geboren am 18. Februar 1952 als Kind deportierter Letten im Gebiet Krasnojarsk (Sibirien)
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1989 bis 2000 Chefredakteurin des Monatsjournals für Literatur Karogs
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1993 Gottfried-von-Herder-Preis der Alfred Toepfer Stiftung für das Libretto zu der Rockoper Lâèplçsis
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Patin für Lettland der Bonner Biennale
(seit 2004 Neue Stücke aus Europa)
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seit Herbst 2000 freie Schriftstellerin
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Homepage: www.marazalite.lv
Mâra Zâlîte gilt als eine der wichtigsten Vordenkerinnen der Singenden Revolution: mit ihrer literarischen Arbeit und durch ihr mutiges Auftreten als Rednerin und Publizistin hat sie das Ringen der Letten um nationale Unabhängigkeit entscheidend beeinflußt. 1989 kürten die lettischen Medien sie zur Frau des Jahres.
In ihrem dramatischen Oevre sechs Theaterstücke und acht Libretti zu Rockopern bzw. Musicals und einer Oper entwickelt Zâlîte auf der Grundlage von Motiven aus Geschichte, Mythologie und Weltliteratur gleichnishafte Situationen, die sich durch hohe Aktualität auszeichnen.
Mâra Zâlîtes Gedichte reflektieren in einer klaren und unprätentiösen, dabei stets poetischen Sprache die Suche des Menschen nach einer Identität zwischen Polaritäten wie Tradition und Moderne, Mythos und Sachlichkeit, Freiheit und Fremdbestimmung, Gesellschaft und Individuum, ethisches Selbstverständnis und Entfremdung.
M. Knoll
Pressestimme
Sie ist pragmatisch und klar. Sie würde sich nie in den Chor jener einreihen, die nebulös Europa beschwören [...] Denn [...] Mara Zalite gelingt, was nur wenige wagen im aktuellen Diskurs [...]: Sie schafft es, zwischen verkrampftem Nationalismus und legerem Selbst-Bewusstsein zu unterscheiden. [...]
Verbitterung pflegt sie nicht angesichts der langen Fremdbestimmung ihres Landes, dessen Re-Integration nach Europa sie als selbstverständlich empfindet. Allerdings verliert sie sich auch nicht in Euphorie deswegen. Dafür sieht sie zu klar, dass alle EU-Anwärter [...] einen schmalen Grat beschreiten zwischen der Überwindung vergangener Totalitarismen und dem neu keimenden Materialismus. [...]
Mara Zalite möchte nicht als publikumswirksame Figur, sondern als Individuum wahrgenommen werden und bleibt dabei deutlich ambivalent.
Petra Schellen
(taz Hamburg, 30. 1. 2003)
→ Bibliographie
→ Curriculum vitae
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