Amanda Aizpuriete


  • geboren am 28. 3. 1956 in Jûrmala
  • lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Jûrmala bei Riga
  • Mutter von vier Kindern
  • Horst Bieneck Förderpreis für Lyrik 1999
  • journalistische Tätigkeit für diverse literarische Zeitschriften und beim Lettischen Rundfunk
  • 1980-84 Seminar für Nachdichtung und Übersetzung am Maxim-Gorkij-Institut für Literatur in Moskau
  • 1976 erste Gedichtveröffentlichung in der Literaturzeitschrift Literatûra un Mâksla
  • Studium der Philologie (1974-77) sowie der Geschichte und Philosophie (1977-79) in Riga

Seit einem Vierteljahrhundert prägt Amanda Aizpuriete die lettische Literaturszene als Lyrikerin und Übersetzerin. Ihr kontinuierliches Schaffen läßt in der Gesamtschau das Psychogramm einer außergewöhnlichen Frau erstehen; ihre Gedichte sind – ebenso wie ihr Roman – zutiefst persönlich, kompromißlos, sinnlich und zuweilen bitter. Wichtige formale Gestaltungselemente sind Metrum und Reim.

Im deutschsprachigen Raum hat sie nicht nur durch ihre drei bei Rowohlt erschienenen Gedichtbände auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch durch zahlreiche Lesungen, deren sprachlicher und intonativer Magie man sich nur schwerlich entziehen kann.

Stimmen

„Sie hat sich, darin Else Lasker-Schüler verwandt, in ihrer Dichtung eine Parallelwelt geschaffen, in der der kalte lettische Regen zu einem Feuerschleier wird, der Schnee zu einem ,Jasminregen’ – eine Traumwelt, in der es nicht Prinz Jussuf und Jerusalem, aber Rüstungen und Ritter, Burgen und den Geliebten gibt. Diese Liebe, so gefährlich und gefährdet sie ist, ist viel mächtiger als der Alltag in Jurmula an der Rigaer Bucht.”

Joachim Sartorius
(Aus der Laudatio auf A. Aizpuriete anläßlich der Verleihung
des Horst-Bieneck-Förderpreises für Lyrik am 7. 10. 1999)


„Amanda Aizpuriete ist die weitaus faszinierendste Lyrikerin unserer Tage.”

Badische Zeitung


„Eine Poesie des Alltags, wie es sie in den letzten zwei Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat.”

taz


Bibliographie
  • Virðu debesîs (Im Heidekrauthimmel). Liebesgedichte
    Riga: Jumava, 2003
  • Nakts peldçtâja (Die Nachtschwimmerin). Roman
    Riga: Daugava, 2000
  • Sârtu baloþu bars (Ein Schwarm rosaroter Tauben). Gedichte
    Riga, 1999
  • Bâbeles nomalç (Am Stadtrand von Babylon). Gedichte
    Riga: Enigma, 1999
  • Pçdçja vasara (Der letzte Sommer). Gedichte 1990-94
    Riga: Preses nams, 1995
  • Nâkamais autobuss (Der nächste Bus). Gedichte 1985-88 und Nachdichtungen
    Riga: Liesma, 1990
  • Kâpu iela (Dünenstraße). Gedichte
    Riga: Liesma, 1986
  • Nâks dârzâ mâte (Kommt die Mutter in den Garten). Gedichte 1976-80
    Riga: Liesma, 1980
Weitere wichtige Veröffentlichungen
  • Zahlreiche Übersetzungen von Erzählungen und Romanen sowie Nachdichtungen aus dem Deutschen (u. a. Rainer Maria Rilke, Franz Kafka, Georg Trakl, Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer, Sarah Kirsch, Uwe Kolbe), Englischen (u. a. Ken Kesey, Michael Ondaatje, John Updike) und Russischen (u.a. Ossip Mandelstam, Jossif Brodski, Anna Achmatowa) ins Lettische
Deutschsprachige Übersetzungen

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