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Sagt der Mond: Du mußt bezahlen
Für diese Nacht voll Poesie.
Sag’ ich: Leer sind meine Taschen.
Sagt der Mond: Mit scharfen Strahlen
Näh’ ich deine Lippen zu.
Ruf’ ich: Dienen ohne Ruh’
Will ich dir für diese klaren Nächte,
Für das Spiel der Schattenmächte.
Sagt der Mond: In meinem Haus
Gibt es nichts zu tun für dich.
Sanfte Mägde brauche ich.
Du verwirrst die Schimmerflächen,
Wirst die Träumerei’n zerbrechen.
Etwas andres mußt du bieten.
– Erinnerungen nimmst du an?
– Dann und wann.
– Bin noch zart darin und linde.
– Na, gib schon her. Und dann verschwinde.


Amanda Aizpuriete
Deutsch von Matthias Knoll




Anfang des lettischen Originals: Mçness teica: »Maksâ man ...«
Erschienen in: Kâpu iela [Riga: Liesma, 1986], S. 11
© Amanda Aizpuriete

© der deutschen Übersetzung M. Knoll
Erschienen in: wespennest Nr. 128, S. 74

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